Durch eine Umstellung der Ernährung soll die Blutzuckerkontrolle verbessert werden. Die postprandiale Hyperglykämie wird verringert, und die Mahlzeiten werden zeitlich auf die Insulininjektionen abgestimmt, um eine optimale Kontrolle des Blutzuckers zu erreichen.
Diabetische Hunde sollten ein Futter erhalten, das kohlehydratarm und rohfaserreich ist.
Rohfaserreiches Futter erhöht die Transitzeit im Magen-Darm-Trakt.
Sogenannte "vom Tierarzt empfohlene" Futter, die speziell für diabetische Hunde entwickelt wurden, sind in Tierarztpraxen erhältlich. Diese stellen einen konstanten und angemessenen Kalorien- und Nährstoffgehalt sicher.
Diabetische Hunde können auch mit ihrem normalen Futter (selbst zubereitetes Futter oder im Supermarkt erhältliches Hundefutter) stabilisiert werden. Trockenfutter ist gegenüber feuchtem Futter zu bevorzugen, weil es normalerweise mehr Fasern enthält. Bei der Fütterung von selbst zubereitetem Futter muss die Zusammensetzung des Futters jeden Tag gleich sein, um unnötige Schwankungen des Insulinbedarfs zu vermeiden.
Die Mahlzeiten sollten zeitlich so abgestimmt werden, dass die Resorption der Glukose im Magen-Darm-Trakt mit den Wirkungsspitzen des verabreichten Insulins zusammenfällt. Hierdurch werden Schwankungen des Blutzuckerspiegels und damit hyperglykämische Episoden und Hypoglykämie auf ein Minimum reduziert.
Hunde, die zweimal täglich Insulin erhalten
Es muss sichergestellt werden, dass es in der Nacht zu keiner hypoglykämischen Episode kommt. Im Idealfall sollte die Tagesration auf vier kleine Mahlzeiten verteilt werden. Dies ist jedoch in der Regel nicht möglich. Alternativ können zwei oder drei etwa gleich große Mahlzeiten so gleichmäßig wie möglich über den Tag verteilt werden.
Bei zweimal täglicher Fütterung wird jeweils die Hälfte der Tagesration vor der Insulininjektion verabreicht.