Verbreitung/Dispositionen

Diabetes ist beim Hund eine häufig auftretende endokrine Erkrankung. Schätzungsweise sind 0,3 bis 1 % der Gesamtpopulation der Haushunde an Diabetes mellitus erkrankt. Besonders prädisponiert für die Erkrankung sind unkastrierte, ältere Hündinnen zwischen dem 7. und dem 9. Lebensjahr. In dieser Altersklasse beträgt das Verhältnis Hündin zu Rüde 80:20.

Rassepräsdispositionen

Darüber hinaus scheinen folgende Hunderassen ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus zu besitzen:

Keeshond, Pudel, Samojede, Dachshund, Alaskan Malamute, Zwergschnauzer, Chow-Chow, Beagle, Dobermannpinscher, Labrador-Rretiever, Puli, Golden Retriever, Zwergpinscher, Alter Englischer Schäferhund, Englischer Springerspaniel, Schipperke, Finnischer Spitz, West Highland White Terrier und Cairn Terrier.

Die Berichte könnten jedoch durch Störfaktoren, z. B. Beliebtheit einer Rasse, beeinflusst sein. Für viele Rassen und Erkrankungen wurden entweder noch keine Studien zur Bestimmung des Erbmechanismus oder der Häufigkeit der Erkrankung durchgeführt, oder aber diese Ergebnisse sind nicht schlüssig. In der oben stehenden Liste sind Rassen aufgeführt, bei denen unter Wissenschaftlern und Tierärzten Konsens herrscht, dass die Erkrankung bei dieser Rasse mit signifikanter Häufigkeit auftritt. Die Stammbaumanalyse hat jedoch eine offensichtliche genetische Disposition bei Keeshonden und Samojeden ergeben.