FAQs – Frequently asked questions

Hunde leiden vor allem am Typ-I-Diabetes. Dieser Typ ist gekennzeichnet durch eine gestörte Synthese des Insulins. Ursache dafür ist vermutlich ein multifaktorielles Geschehen, wozu u.a. auch eine genetische Disposition, Infektionen und eine Antikörperbildung gegen die Betazellen des Pankreas zählen. Bei ca. 50% der diabetischen Hunde können zirkulierende Antikörper nachgewiesen werden. Außerdem kommen auch Fälle vom Typ-III-Diabetes vor, worunter alle weiteren Diabetes mellitus-Formen zusammengefasst werden, die sekundär durch andere Grunderkrankungen ausgelöst werden. Dies können sein Pankreatitis, Morbus Cushing, Hypothyreose, Progesteron- und ein Wachstumshormonüberschüsse (Akromegalie) im Diöstrus sowie verschiedene Medikamente und in sehr seltenen Fällen auch ein Pankreastumor.

Ursache eines Diabetes mellitus kann eine primäre Erkrankung der endogenen oder exogenen  Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sein, wodurch es zu einer unzureichenden Synthese oder Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse kommt. Diabetes mellitus kann aber auch durch andere Erkrankungen verursacht werden. Dies können sein Übergewicht, Pankreatitis, Morbus Cushing (Hyperadrenokortizismus)Hypothyreose, Progesteron- und Wachstumshormonüberschuss (Akromegalie) sowie verschiedene Medikamente und in sehr seltenen Fällen auch ein Pankreastumor.

Typische klinische Symptome eines unbehandelten Diabetes mellitus sind vermehrter Durst und Appetit bei anhaltendem Gewichtsverlust und häufiges Harnabsetzen.
Wie lauten die Blutzuckerwerte des Hundes?Blutzuckerwerte des Hundes:

3,5-6,1 mmol/l bzw. 63,1-109,9 mg/dl

Besonders häufig erkranken mittelalte Hunde und unkastrierte/intakte Hündinnen. Auch Übergewicht ist ein Risikofaktor.

Nach Ende der Läufigkeit produzieren die Eierstöcke das Hormon Progesteron, das eine Insulin-antagonistische Wirkung besitzt. Wird die Hündin kastriert, kann sich der Diabetes wieder zurückbilden.

Da auch die Läufigkeit unterdrückende Präparate dem Insulin entgegenwirken, können diese nicht an Stelle einer Kastration eingesetzt werden.

Ja, da das in den Eierstöcken nach der Läufigkeit gebildete Hormon Progesteron eine Insulin-antagonistische Wirkung besitzt, sollte die Progesteronquelle unbedingt entfernt werden. Vielfach bildet sich der Diabetes mellitus bei diesen Hündinnen im Anschluss an die Kastration wieder zurück.

Die Behandlung besteht in der subkutanen Injektion von synthetisch hergestelltem Insulin. Es können drei Arten von Insulinen unterscheiden werden:

  • Schnell wirkende Insuline
  • Intermediärinsuline (Lente-Insuline)
  • Langzeitinsulin

Derzeit ist für die Behandlung von Hunden nur ein intermediär wirksames Insulin vom Schwein (MSD Tiergesundheit) zugelassen. Schweineinsulin ist identisch mit Hundeinsulin.

Die subkutane Applikation des Insulins kann und muss –da die Behandlung täglich, ggf. sogar mehrmals täglich- vor jeder Mahlzeit durchgeführt werden muss, vom Tierhalter durchgeführt werden.

Die Behandlung von Diabetes mellitus – also die tägliche Injektion von Insulin-  ist bis zum Lebensende notwendig.

Beim Hund kommt es bei Diabetes mellitus auch häufig zu einem Diabetischen Katarakt oder seltener zu einer diabetischen Retinopathie.