Dosisanpassung während der Erhaltungsphase

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich nach einer langen stabilen Phase der Insulinbedarf ändert. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein:

  • Infektion (z. B. Harnwegsinfektion/Zystitis, Pyoderma),
  • mehr/weniger körperliche Bewegung
  • Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
  • andere gleichzeitig auftretende Erkrankungen (z. B. Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz)
  • gleichzeitig auftretende endokrine Erkrankungen (z. B. Hyperthyreose oder Cushing-Syndrom)
  • Verabreichung von Kortikosteroiden oder Gestagen
  • Remission – bei der Katze kann es in etwa 25% der Fälle zu einer Remission des Diabetes kommen. Eine Fortsetzung der Verabreichung der ursprünglichen Insulindosis hat eine Hypoglykämie zur Folge.

Dosisanpassung

Die Anpassung der Dosis sollte sich am klinischen Ansprechen und den Ergebnissen der seriellen Blutzuckerproben orientieren und nicht nur auf einer einzigen Probe beruhen. Im Idealfall sollte vor der Veränderung der Insulindosis eine Blutglukosekurve erstellt werden.
Eine Überwachung von Uringlukose und Urinketon kann als Anhaltspunkt dafür dienen, ob eine Blutglukosekurve erstellt werden sollte. Man sollte diese Werte aber nicht – wie in der Vergangenheit – als einzige Grundlage für eine Dosisanpassung heranziehen.

Dosisänderungen sollten erst nach Gewöhnung an eine bestimmte Dosis oder ein bestimmtes Behandlungsregime erfolgen. Bei Katzen sollte die Dosis nur alle 1-3 Wochen angepasst werden. Es wird eine Anpassung in Schritten von 1IE pro Injektion empfohlen.

Für Hinweise zur Dosisanpassung untenstehendes Bild anklicken: